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Allgemeine Geschäftsbedingungen PDF Drucken E-Mail

 

All­ge­mei­ne Ge­schäfts­be­din­gun­gen der Friedrich Niemeyer GmbH & Co. KG

 

 

I.

Gel­tung

 

1. Die­se all­ge­mei­nen Ver­kaufs- und Lie­fer­be­din­gun­gen gel­ten für al­le un­se­re An­ge­bo­te, Ver­trä­ge, Lie­fe­run­gen und sons­ti­ge Leis­tun­gen, ein­schließ­lich Be­ra­tungs­leis­tun­gen, Aus­künf­te u. ä., so­fern sie nicht mit un­se­rer aus­drück­li­chen schrift­li­chen Zu­stim­mung ab­ge­än­dert oder aus­ge­schlos­sen wer­den. Spä­tes­tens mit der Ent­ge­ge­nnahme un­se­res Ma­te­ri­als gel­ten die­se Be­din­gun­gen als an­ge­nom­men. Ab­wei­chen­de Be­din­gun­gen des Käu­fers ver­pflich­ten uns nicht.

 

II.

An­ge­bo­te und Ab­schlüs­se

 

1. Un­se­re An­ge­bo­te sind frei­blei­bend. Ver­trags­ab­schlüs­se und sons­ti­ge Ver­ein­ba­run­gen wer­den erst durch un­se­re schrift­li­che Be­stä­ti­gung ver­bind­lich.

 

2. Die in Pros­pek­ten, Ka­ta­lo­gen, Rund­schrei­ben, An­zei­gen, Preis­lis­ten oder in den zum An­ge­bot ge­hö­ren­den Un­ter­la­gen ent­hal­te­nen An­ga­ben, Zeich­nun­gen, Ab­bil­dun­gen, tech­ni­schen Da­ten, Ge­wichts-, Maß- und Leis­tungs­be­schrei­bun­gen sind un­ver­bind­lich, so­weit sie nicht in der Auf­trags­be­stä­ti­gung aus­drück­lich als ver­bind­lich be­zeich­net sind.

 

3. Münd­li­che Ne­ben­ab­re­den, Zu­sa­gen, Zu­si­che­run­gen und Ga­ran­tien un­se­rer Ver­kauf­san­ges­tell­ten be­dür­fen, um wirk­sam zu sein, un­se­rer schrift­li­chen Be­stä­ti­gung.

 

4. Bei Zwei­feln über die Aus­le­gung von Han­dels­klau­seln sind die In­ter­coms in ih­rer je­weils neus­ten Fas­sung gül­tig.

 

III.

Prei­se

 

1. Die Prei­se ver­ste­hen sich net­to Kas­se zu­züg­lich Mehr­wert­steu­er, wenn nichts an­de­res ver­ein­bart ist.

 

2. Bei Lie­fe­rung ab Werk kön­nen wir, wenn wir nicht aus­drück­lich ei­nen Fest­preis zu­ge­sagt ha­ben, die Prei­se nach den Be­din­gun­gen der am Lie­fer­tag gül­ti­gen Preis­lis­te des je­wei­li­gen Lie­fer­wer­kes er­mit­teln. Al­le Ne­ben­ge­büh­ren, öf­fent­li­chen Ab­ga­ben so­wie et­wa neu hin­zu­kom­men­de Steu­ern, Frach­ten oder de­ren Er­hö­hun­gen, durch wel­che die Lie­fe­rung mit­tel­bar oder un­mit­tel­bar be­trof­fen und ver­teu­ert wird, sind vom Käu­fer zu tra­gen, so­fern nicht zwin­gend ge­setzliche Vor­schrif­ten ent­ge­gen­ste­hen.

 

3. Rück­nah­me ge­lie­fer­ter aber nicht mit Män­geln be­haf­te­ter Wa­re er­folgt nur mit un­se­rer aus­drück­li­chen Zu­stim­mung. Wir be­hal­ten uns vor, für da­durch ent­ste­hen­de Ver­wal­tungs­kos­ten ei­nen Ab­schlag von min­des­tens 10 % des zu er­stat­ten­den Be­tra­ges vor­zu­neh­men.

 

IV.

Zah­lung und Ver­rech­nung

 

1. Zah­lung hat bis zum 30. Tag nach Lie­fe­rung oder der an­ge­zeig­ten Fer­tig­stel­lung oh­ne Ab­zug so zu er­fol­gen, dass uns der für den Rech­nungs­aus­gleich er­for­der­li­che Be­trag spä­tes­tens am Fäl­lig­keits­ter­min­ zur Ver­fü­gung steht. Zu­ge­sag­te Skon­ti wer­den nur ge­währt, wenn al­le fäl­li­gen For­de­run­gen be­zahlt sind.

 

2. Bei Zah­lungs­ver­zug des Käu­fers sind wir be­rech­tigt, Zin­sen in Hö­he der je­wei­li­gen Bank­sät­ze für Über­zie­hungs­kre­di­te zu be­rech­nen, min­des­tens aber Zin­sen in Hö­he von fünf Pro­zent­punk­ten über dem je­wei­li­gen Ba­sis­zins bei Ver­brau­chern und acht Pro­zentpunkten bei Kauf­leu­ten. Die Gel­tend­ma­chung ei­nes wei­te­ren Ver­zugs­scha­dens bleibt vor­be­hal­ten.

 

3. Al­le un­se­re For­de­run­gen wer­den un­ab­hän­gig von der Lauf­zeit et­wa he­rein­kom­men­der und gut­ge­schrie­be­ner Wech­sel so­fort fäl­lig, wenn die Zah­lungs­be­din­gun­gen nicht ein­ge­hal­ten oder uns Um­stän­de be­kannt wer­den, die nach un­se­rem pflicht­ge­mä­ßen kauf­män­ni­schen Er­mes­sen ge­eig­net sind, die Kre­ditwür­dig­keit des Käu­fers zu min­dern. Wir sind dann auch be­rech­tigt, un­be­scha­det wei­tergehender ge­setz­li­cher Rech­te noch aus­ste­hen­de Lie­fe­run­gen nur ge­gen Vo­raus­zah­lung aus­zu­füh­ren oder uns ge­neh­me Si­cher­hei­ten zu for­dern oder nach an­ge­mes­sener Nach­frist vom Ver­trag zu­rück­zu­tre­ten oder Scha­dens­er­satz we­gen Nicht­er­fül­lung zu ver­la­ngen.

 

4. Wir sind be­rech­tigt, mit un­se­ren For­de­run­gen ge­gen die des Käu­fers, gleich aus wel­chem Rechts­grund - ggf. ge­gen Zins­aus­gleich - auf­zu­rech­nen, auch wenn die ge­gen­sei­ti­gen For­de­run­gen ver­schie­den fäl­lig sind. Ggf. be­zieht sich die­se Be­rech­ti­gung nur auf den Sal­do.

 

5. Die Zu­rück­hal­tung von Zah­lun­gen oder die Auf­rech­nung we­gen et­wai­ger von uns be­strit­te­ner Ge­gen­an­sprü­che des Käu­fers sind nicht statt­haft. Ist der Käu­fer nicht Kauf­mann, so steht ihm ein Zu­rück­be­hal­tungs­recht in­so­weit zu, als es auf dem­selben Ver­trags­ver­hält­nis be­ruht.

 

 

 

 

 

V.

Lie­fer­fris­ten und -ter­mi­ne

 

1. Lie­fer­fris­ten und -ter­mi­ne gel­ten nur an­nä­hernd und vor­be­halt­lich rich­ti­ger und recht­zei­ti­ger Selbst­be­lie­fe­rung, es sei denn, dass wir ei­ne schrift­li­che Zu­sa­ge aus­drück­lich als ver­bind­lich ge­ge­ben ha­ben oder uns ein Ver­schul­den trifft. Lie­fer­fris­ten be­gin­nen kei­nes­falls vor Klä­rung al­ler Aus­füh­rungs­ein­zel­hei­ten und der Bei­brin­gung et­wai­ger er­for­der­li­cher Be­schei­ni­gun­gen durch den Käu­fer. Bei Ver­käu­fen ab Werk sind die Lie­fer­fris­ten und -ter­mi­ne ein­ge­hal­ten, wenn die Wa­re in­ner­halb der Lie­fer­frist oder zu dem Lie­fer­ter­min das Werk ver­lässt; sie gel­ten fer­ner mit der Mel­dung der Ver­sand­be­reits­chaft als ein­ge­hal­ten, wenn die Wa­re oh­ne un­ser Ver­schul­den oder Ver­schul­den des Lie­fe­ran­ten nicht recht­zei­tig ab­ge­sandt wer­den kann. Zu­ge­sag­te Lie­fer­fris­ten ver­län­gern sich um den Zeit­raum, um den der Käu­fer mit sei­nen Ver­pflich­tun­gen uns ge­gen­über in Ver­zug ge­rät, zu­züg­lich ei­ner an­ge­mes­se­nen An­lauf­zeit.

 

2. Er­eig­nis­se hö­he­rer Ge­walt be­rech­ti­gen uns - auch in­ner­halb ei­nes Ver­zu­ges -, die Lie­fe­rung um die Dau­er der Be­hin­de­rung und ei­ner an­ge­mes­senen An­lauf­zeit hi­naus­zu­schie­ben oder we­gen des noch nicht er­füll­ten Teils vom Ver­trag ganz oder teil­wei­se zu­rück­zu­tre­ten. Der hö­he­ren Ge­walt ste­hen Streik, Aus­sper­rung, Mo­bil­ma­chung, Krieg, Blo­cka­de, Aus- und Ein­fuhr­ver­bo­te, Roh- und Brenns­toff­man­gel, Feu­er, Ver­kehrs­sper­ren, Stö­run­gen der Be­trie­be oder des Trans­por­tes und sons­ti­ge von uns nicht zu ver­tre­ten­de Um­stän­de gleich, die uns die Lie­fe­rung un­zu­mut­bar er­schwe­ren oder un­mög­lich ma­chen, und zwar ei­ner­lei, ob sie bei uns, un­se­ren Vor­lie­fe­ran­ten oder ei­nem ih­rer Un­ter­lie­fe­rer ein­getreten sind.

 

3. Der Käu­fer kann von uns die Er­klä­rung ver­lan­gen, ob wir zu­rück­tre­ten oder in­ner­halb an­ge­mes­se­ner Frist lie­fern wol­len. Er­klä­ren wir uns nicht, kann der Käu­fer zu­rück­tre­ten. Tre­ten beim Käu­fer Er­eig­nis­se hö­he­rer Ge­walt oder die­sen gleich­ste­hen­de von ihm nicht zu ver­tre­ten­de Um­stän­de ein, so ist er wäh­rend der Dau­er der Be­hin­de­rung zur Ent­ge­gen­nah­me des Ma­te­ri­als nicht ver­pflich­tet.

 

4. Ein dem Käu­fer oder uns zu­ste­hen­des Rück­tritts­recht be­zieht sich grund­sätz­lich auf den noch nicht er­füll­ten Teil des Ver­tra­ges. Nur wenn die be­reits er­brach­ten Teil­leis­tun­gen für den Käu­fer oh­ne In­te­res­se sind, ist er zum Rück­tritt vom ge­sam­ten Ver­tra­ge be­rech­tigt. Er­wächst dem Käu­fer we­gen ei­ner auf un­se­rem Ver­schul­den be­ru­hen­den Ver­zö­ge­rung oder Nicht­lie­fe­rung ein Scha­den, so er­set­zen wir den nach­weis­lich ent­stan­de­nen im Zeit­punkt des Ver­tra­gsabschlusses vor­her­seh­ba­ren Scha­den, höchs­tens je­doch 5 % des­je­ni­gen Teils der Ge­samt­lie­fe­rung, der in­fol­ge der Ver­spä­tung nicht recht­zei­tig oder nicht voll­ ver­trags­ge­mäß ge­lie­fert wer­den kann. Die Ein­schrän­kung gilt nicht, so­weit wir in Fäl­len des Vor­sat­zes oder der gro­ben Fahr­läs­sig­keit zwin­gend haf­ten. Das Recht des Käu­fers zum Rück­tritt nach frucht­lo­sem Ab­lauf ei­ner uns ge­setz­ten Nach­frist bleibt un­be­rührt.

 

VI.

Ei­gen­tums­vor­be­halt

 

1. Al­le Wa­ren blei­ben un­ser Ei­gen­tum (Vor­be­halts­wa­re) bis zur Er­fül­lung sämt­li­cher For­de­run­gen, gleich aus wel­chem Rechts­grund, ein­schließ­lich der künf­tig ent­ste­hen­den oder be­ding­ten For­de­run­gen, auch aus gleich­zei­tig oder spä­ter ab­ge­schlos­se­nen Ver­trä­gen. Das gilt auch, wenn Zah­lun­gen auf be­son­ders be­zeich­ne­te For­de­run­gen ge­leis­tet wer­den. Bei lau­fen­der Rech­nung gilt das vor­be­hal­te­ne Ei­gen­tu­m als Si­che­rung un­se­rer Sal­do­for­de­rung.

 

2. Be- und Ver­ar­bei­tung der Vor­be­halts­wa­re er­fol­gen für uns als Her­stel­ler im Sin­ne von § 950 BGB, oh­ne uns zu ver­pflich­ten. Die ver­ar­bei­te­te Wa­re gilt als Vor­be­halts­wa­re im Sin­ne die­ser Be­din­gun­gen. Wird die Vor­be­halts­wa­re mit an­de­ren uns nicht ge­hö­ren­den Ge­gen­stän­den ver­ar­bei­tet oder un­trenn­bar ver­mengt, so er­wer­ben wir das Mit­ei­gen­tum an der neu­en Sa­che im Ver­hält­nis des Rech­nungs­wer­tes der Vor­be­halts­wa­re zum Rech­nungs­wert der an­de­ren ver­wen­de­ten Wa­ren zur Zeit der Ver­ar­bei­tung oder Ver­men­gung. Die so ent­ste­hen­den Mit­ei­gen­tums­rech­te gel­ten als Vor­be­halts­wa­re im Sin­ne die­ser Be­din­gun­gen. Wer­den un­se­re Wa­ren mit an­de­ren be­weg­li­chen Ge­gen­stän­den zu ei­ner ein­heit­li­chen Sa­che ver­bun­den oder un­trenn­bar ver­mengt oder ver­mischt, und ist die an­de­re Sa­che als Haupt­sa­che an­zu­se­hen, so über­trägt uns der Käu­fer an­teils­mä­ßig Mit­ei­gen­tum, so­weit die Haupt­sa­che ihm ge­hört. Für die durch die Ver­ar­bei­tung und Ver­bin­dung so­wie Ver­men­gung ent­ste­hen­den Sa­chen gilt im Üb­ri­gen das Glei­che wie für die Vor­be­halts­wa­re.

 

3. Der Käu­fer darf die Vor­be­halts­wa­re nur im ge­wöhn­li­chen Ge­schäfts­ver­kehr und so­la­nge er nicht im Ver­zug ist ver­äu­ßern, je­doch mit der Maß­ga­be, dass die For­de­run­gen aus der Wei­ter­ver­äu­ße­rung ge­mäß Nr. 4 auf uns über­ge­hen. Die Wei­ter­ver­äu­ße­rung steht der Ein­bau in Grund und Bo­den oder in mit Ge­bäu­den ver­bun­de­nen An­la­gen oder die Ver­wen­dung zur Er­fül­lung sons­ti­ger Werk- oder Werk­lie­fe­rungs­ver­trä­ge durch den Käu­fer gleich.

 

4. Die For­de­run­gen des Käu­fers aus der Wei­ter­ver­äu­ße­rung von Vor­be­halts­wa­re wer­den be­reits jetzt an uns ab­ge­tre­ten. Wird die Vor­be­halts­wa­re vom Käu­fer zu­sam­men mit an­de­ren von uns nicht ge­lie­fer­ten Sa­chen ver­äu­ßert, so gilt die Ab­tre­tung der For­de­rungen aus den Wei­ter­ve­räu­ße­run­gen nur in Hö­he der in un­se­ren Rech­nun­gen ge­nann­ten Wer­te der je­weils ver­äu­ßer­ten Vor­be­halts­wa­re. Bei der Wei­ter­ver­äu­ße­rung von Wa­ren, an de­nen wir ge­mäß Nr. 2 Mit­ei­gen­tums­an­tei­le ha­ben, gilt die Ab­tre­tung der For­de­run­gen in Hö­he die­ser Mit­ei­gen­tums­an­tei­le. Die ab­ge­tre­te­nen For­de­run­gen die­nen in demsel­ben Um­fang zur Si­che­rung wie die Vor­be­halts­wa­re.

 

5. Der Käu­fer ist be­rech­tigt, For­de­run­gen aus der Wei­ter­ver­äu­ße­rung bis zu un­se­rem je­der­zeit zu­läs­si­gen Wi­der­ruf ein­zu­zie­hen. Wir wer­den von un­se­rem Wi­der­rufs­recht nur dann Ge­brauch ma­chen, wenn der Käu­fer die Zah­lungs­be­din­gun­gen nicht ein­hält oder uns Um­stän­de be­kannt wer­den, die nach un­se­rem pflicht­ge­mä­ßen kauf­män­ni­schen Er­mes­sen ge­eig­net sind, die Kre­dit­wür­dig­keit des Käu­fers zu min­dern. Zur Ab­tre­tung der For­de­run­gen ist der Käu­fer in kei­nem Fall be­rech­tigt. Auf un­ser Ver­lan­gen ist er ver­pflich­tet, sei­nen Ab­neh­me­rn die Ab­tre­tung an uns be­kanntzugeben und uns die zur Gel­tend­ma­chung der For­de­rungen er­for­der­li­chen Aus­künf­te und Un­ter­la­gen zu ge­ben.

 

6. Wenn wir den Ei­gen­tums­vor­be­halt gel­tend ma­chen, so gilt dies nur dann als Rück­tritt vom Ver­tra­ge, wenn wir dies aus­drück­lich schrift­lich er­klä­ren. Das Recht des Käu­fers, die Vor­be­halts­wa­re zu be­sit­zen, er­lischt, wenn er sei­ne Ver­pflich­tun­gen aus die­sem oder ei­nem an­de­ren Ver­tra­ge nicht er­füllt. Wir sind dann oh­ne Nach­frist­set­zung oder Rück­tritts­er­klä­rung be­rech­tigt, das Be­triebs­ge­län­de des Käu­fers zu be­tre­ten und die Vor­be­halts­wa­re selbst in Be­sitz zu neh­men und sie, un­be­scha­det der Zah­lungs- und sons­ti­gen Ver­pflich­tun­gen des Käu­fers uns ge­gen­über, durch frei­hän­di­gen Ver­kauf oder im We­ge ei­ner Ver­stei­ge­rung best­mög­lich zu ver­wer­ten. Der Ver­wer­tungs­er­lös wird dem Käu­fer nach Ab­zug der Kos­ten auf sei­ne Ver­bind­lich­kei­ten an­ge­rech­net. Ei­n et­wai­ger Über­schuss wird ihm aus­be­zahlt.

 

7. Der Käu­fer hat den Ver­käu­fer von ei­ner Pfän­dung oder sons­ti­gen Be­ein­träch­ti­gun­gen durch Drit­te un­ver­züg­lich zu un­ter­rich­ten. Wer­den die Kos­ten des Rück­tran­spor­tes der Vor­be­halts­wa­re nicht von Drit­ten er­setzt, so trägt der Käu­fer al­le Kos­ten die zur Auf­he­bung des Zu­grif­fes oder zum Rück­trans­port der Vor­be­halts­wa­re auf­ge­wen­det wer­den müs­sen.

 

8. Über­steigt der rea­li­sier­ba­re Wert der dem Ver­käu­fer zu­ste­hen­den Si­che­rung die Ge­samt­for­de­rung ge­gen den Käu­fer um mehr als 10 %, so ist der Ver­käu­fer auf Ver­lan­gen des Käu­fers in­so­weit zur Frei­ga­be von Si­cher­heiten nach sei­ner Wahl ver­pflich­tet.

 

VII.

Gü­ten, Ma­ße und Ge­wich­te

 

1. Gü­ten und Ma­ße des von uns ge­lie­fer­ten Ma­te­ri­als bestim­men sich aus­schließ­lich nach den Deut­schen Werk­stoff­nor­men. So­fern kei­ne DIN-Nor­men be­ste­hen, gilt der Han­dels­brauch.

 

 

2. Et­wa in der Ver­sand­an­zei­ge an­ge­ge­be­ne Stück­zah­len, Bund­zah­len o.ä. sind bei nach Ge­wicht be­rech­ne­ten Wa­ren un­ver­bind­lich. So­weit Ma­te­ri­al üb­li­cher­wei­se nach Han­dels­ge­wich­ten be­rech­net wird, gel­ten un­ter Aus­schluß al­ler theo­re­ti­schen und sonst in Nor­men oder Ver­ein­ba­run­gen fest­ge­leg­ten Ge­wich­te aus­schließ­lich die im Stahl­han­del der Bun­des­re­pub­lik Deutsch­land ge­bräuch­li­chen Han­dels­ge­wich­te.

 

3. Für Lie­fe­run­gen im La­ger­ge­schäft gilt das auf un­se­rer Waa­ge er­mit­tel­te Ge­wicht. So­weit recht­lich zu­läs­sig, er­folgt die Ab­rech­nung nach Me­ter­ge­wich­ten.

 

VI­II.

Ab­nah­men

 

1. So­fern ei­ne Ab­nah­me ver­ein­bart ist, er­folgt die­se nur in dem Lie­fer­werk bzw. am La­ger des Ver­käu­fers nach Mel­dung der Ab­nah­me­be­reits­chaft. Die Kos­ten, die der Käu­fer für die per­sön­li­che Ab­nah­me auf­wen­den muss, trägt die­ser selbst. Die sach­li­chen Ab­nah­me­kos­ten wer­den nach un­se­rer Preis­lis­te oder der Preis­lis­te des Lie­fer­wer­kes be­rech­net. Die­se Kos­ten trägt eben­falls der Käu­fer.

 

2. Er­folgt die Ab­nah­me nicht recht­zei­tig, nicht voll­stän­dig oder oh­ne un­ser Ver­schul­den nicht, ist der Ver­käu­fer be­rech­tigt, die Wa­re oh­ne Ab­nah­me zu ver­sen­den oder auf Kos­ten und Ge­fah­r des Käu­fers zu la­gern und ihm zu be­rech­nen.

 

IX.

Ver­sand, Ge­fah­ren­über­gang, Teil­lie­fe­run­gen

 

1. Die Wa­re wird, wenn nichts an­de­res aus­drück­lich ver­ein­bart wor­den ist, un­ver­packt und nicht ge­gen Rost ge­schützt ge­lie­fert. Ei­ne ver­ein­bar­te Ver­pa­ckung er­folgt ge­gen han­dels­üb­li­chen Auf­preis und in han­dels­üb­li­cher Wei­se. Ei­ne Rück­nah­me des Pack­ma­te­rials ist aus­ge­schlos­sen. Bei Bün­de­lung wird brut­to für net­to ver­wo­gen.

 

2. Ver­sand­fer­tig ge­mel­de­te Wa­re muss un­ver­züg­lich ab­ge­ru­fen wer­den. Ge­schieht dies nicht, sind wir be­rech­tigt, sie nach un­serer Wahl auf Kos­ten und Ge­fahr des Käu­fers zu ver­sen­den oder nach ei­ge­nem Er­mes­sen zu la­gern und so­fort zu be­rech­nen.

 

3. Mit der Über­ga­be des Ma­te­ri­als an ei­nen Spe­di­teur oder Fracht­füh­rer, spä­tes­tes je­doch mit Ver­las­sen des La­gers oder des Lie­fer­wer­kes, geht die Ge­fahr bei al­len Ge­schäf­ten auf den Käu­fer über.

 

4. Wir sind zu Teil­lie­fe­run­gen und bran­chen­üb­li­chen Mehr- und Min­der­leis­tun­gen der ab­ge­schlos­se­nen Men­ge be­rech­tigt.

 

5. Der Ver­käu­fer ist be­rech­tigt, auf ei­nem an­de­ren Weg oder zu ei­nem an­de­ren Ort zu lie­fern, wenn oh­ne sein Ver­schul­den der Trans­port auf dem vor­ge­se­he­nen Weg oder zu dem vor­ge­se­he­nen Ort in der vor­ge­se­he­nen Zeit un­mög­lich oder we­sent­lich er­schwert ist. Die ent­ste­hen­den Mehr­kos­ten trägt der Käu­fer. Der Ver­käu­fer gibt dem Käu­fer vor­her Ge­le­gen­heit zur Stel­lung­nah­me.

 

X.

Män­gel­rü­ge und Ge­währ­leis­tung

 

Für Män­gel, zu de­nen auch das Feh­len zu­ge­si­cher­ter Ei­gen­schaf­ten zählt, haf­ten wir wie folgt:

 

1. Män­gel - auch das Feh­len zu­ge­si­cher­ter Ei­gen­schaf­ten - sind un­ver­züg­lich nach ent­de­cken und so­for­ti­ger Ein­stel­lung et­wai­ger Be­ar­bei­tung schrift­lich zu rü­gen. Wir weisen ausdrücklich auf § 377 HGB hin. Unterläßt der Käufer die Anzeige, so gilt die Ware als genehmigt, es sei denn, dass es sich um einen Mangel handelt, der bei der Untersuchung nicht erkennbar war.

 

2. Wir bes­sern all die­je­ni­gen Tei­le aus oder lie­fern sie nach un­se­rer Wahl neu, die in­ner­halb der Ge­währ­leis­tungs­zeit nach­weis­lich in­fol­ge ei­nes von vor Ge­fah­rü­ber­gang lie­gen­den Um­stan­des un­brauch­bar oder in ih­rer Brauch­bar­keit er­heb­lich be­ein­träch­tigt wer­den; wahl­wei­se er­stat­ten wir auch den Min­der­wert. Aus­ge­bau­te Tei­le wer­den un­ser Ei­gen­tum.

 

3. Schlägt ei­ne Nach­bes­se­rung fehl, kann der Käu­fer zu­rück­tre­ten. Ist die Wa­re be­reits ein­ge­baut, steht ihm nur ein Min­de­rungs­recht zu.

 

4. Gibt der Käu­fer uns kei­ne Ge­le­gen­heit, uns von dem Man­gel zu über­zeu­gen, stellt er ins­be­son­de­re auf Ver­lan­gen die be­an­stan­de­te Wa­re oder Pro­ben da­von nicht un­ver­zü­glich zur Ver­fü­gung, ent­fal­len al­le Män­gel­an­sprü­che.

 

5. Für das Er­satzs­tück und die Aus­bes­se­rung wird in glei­cher Wei­se Ge­währ ge­leis­tet, wie für den ur­sprüng­li­chen Lie­fer­ge­genstand, je­doch be­steht die Ge­währ­leis­tung nur bis zum En­de der Ge­währ­leis­tung für den ur­sprüng­li­chen Ge­gen­stand, so­weit nicht die ge­setzliche Re­ge­lung ein­greift.

 

6. Wir kön­nen die Be­sei­ti­gung von Män­geln ver­wei­gern, so­lan­ge der Käu­fer sei­nen Ver­pflich­tun­gen uns ge­gen­über im ge­setz­li­chen Um­fang nicht nach­kommt.

 

7. Nach Durch­füh­rung ei­ner ver­ein­bar­ten Ab­nah­me der Wa­re durch den Käu­fer ist die Rü­ge von Män­geln, die be­i der ver­ein­bar­ten Art der Ab­nah­me fest­stell­bar sind, aus­ge­schlos­sen.

 

8. Bei Wa­ren, die als de­klas­sier­tes Ma­te­ri­al ver­kauft wor­den sind - z. B. sog. IIa-Ma­te­ri­al, ste­hen dem Käu­fer kei­ne Ge­währ­leis­tungs­rech­te zu.

 

9. Wei­te­re An­sprü­che des Käu­fers, ins­be­son­de­re ein An­spruch auf Er­satz von Schä­den, die nicht an dem Lie­fer­ge­gens­tand selbst ent­stan­den sind, sind so­weit ge­setz­lich zu­läs­sig, aus­ge­schlos­sen.

 

XI.

All­ge­mei­ne Haf­tungs­be­gren­zun­gen

 

1. Scha­dens­er­satz­an­sprü­che we­gen ver­trag­li­cher Pflicht­ver­let­zun­gen aus Ver­schul­den bei Ver­trags­schluss und aus un­er­laub­ter Hand­lung, sind so­wohl ge­gen den Ver­käu­fer als auch ge­gen de­ren Er­fül­lungs­ge­hil­fen bzw. Ver­rich­tungs­ge­hil­fen aus­ge­schlos­sen, so­weit nicht vor­sätz­li­ches oder fahr­läs­si­ges Han­deln vor­liegt. Dies gilt auch für Scha­dens­er­satz­an­sprü­che we­gen Nicht­er­fül­lung oder we­gen nicht ver­schul­det er­brach­ter Leis­tun­gen. Je­de Haf­tung ist auf den bei Ver­trags­schluss vor­her­seh­ba­ren Scha­den be­grenzt.

 

2. Die Haf­tung des Ver­käu­fers nach dem Pro­dukt­haf­tungs­ge­setz und sons­ti­ger An­sprü­che aus Pro­du­zen­ten­haf­tung blei­ben un­be­rührt. Eben­so wie ei­ne Haf­tung für die Ver­let­zung des Le­bens, Kör­pers und der Ge­sund­heit.

 

3. Der Ver­käu­fer tritt dem Be­stel­ler sämt­li­che An­sprü­che ge­gen Drit­te ab, wel­cher der Ver­käu­fer zur Er­fül­lung sei­ner ver­trag­li­cher Ver­pflich­tun­gen hin­zu­ge­zo­gen hat. Der Käu­fer nimmt die Ab­tre­tung an. Da­mit sind wei­te­re An­sprü­che des Käu­fers ge­gen­über dem Ver­käu­fer, mit Aus­nah­me von Vor­satz und gro­ber Fahr­läs­sig­keit sei­tens des Ver­käu­fers aus­ge­schlos­sen.

 

XII.

Er­fül­lungs­ort, Ge­richts­stand und an­zu­wen­den­des Recht

 

Er­fül­lungs­ort für un­se­re Lie­fe­rung ist bei Lie­fe­rung ab Werk, das Lie­fer­werk, bei Lie­fe­rung ab La­ger, das La­ger.

 

Ge­richts­stand ist, so­weit ge­setz­lich zu­läs­sig, das für un­se­ren Ge­schäfts­sitz zu­stän­di­ge Ge­richt.

 

Zwi­schen den Ver­trags­par­tei­en gilt das Recht der Bun­des­re­pub­lik Deutsch­land.

 

 

 

XI­II.

Un­wirk­sam­keit von Klau­seln

 

Sollten einzelne Bestimmungen dieses Vertrages ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden oder infolge Änderungen der Gesetzgebung nach Vertragsabschluss unwirksam oder undurchführbar werden, bleiben die übrigen Vertragsbestimmungen und die Wirksamkeit des Vertrages im Ganzen hiervon unberührt.

 

An die Stelle der unwirksamen oder undurchführbaren Regelung soll die wirksame und durchführbare Regelung treten, die dem Sinn und Zweck der nichtigen möglichst nahe kommt.

 

Sollte der Vertrag in einzelnen Bereichen lückenhaft sein oder werden, gelten die Bestimmungen als vereinbart, die dem Sinn und Zweck des Vertrages entsprechen und unter an­ge­mes­sener Wah­rung der bei­der­sei­ti­gen In­te­res­sen vereinbart worden wären.